Nie wieder Achselschweiß !!
Oder die Vorstellung eines neuen operativen Verfahrens

Chirurgische Verfahrens:
- axilläre Suctionscürrettage
- Sympathektomie


Botox-Therapie

Systemische Behandlung (Medikamente)

Physikalische Therapie:
- Iontophorese


Patienteninformation:
Über eine dauerhafte Therapieform der axillären Hyperhidrosis oder Bromhidrosis. Bei etwas weniger als 1% der Gesamtbevölkerung ist die Steuerung des sympathischen Nervensystems ohne erkennbare Grundkrankheit gestört und das System arbeitet auf zu hohem Niveau.

Sie leiden unter idiopatischer Hyperhidrose. Die Probleme liegen im sozialen oder arbeitsmedizinischen Bereich und sind leicht nachvollziehbar. Der Leidensdruck dieser Menschen ist hoch. Sehr oft werden bei Hyperhidrose schweißhemmende Substanzen verschrieben, die auf die Haut aufgetragen werden, Diese Medikamente helfen jedoch bestenfalls bei leichten Krankheitsbildern. Medikamente wie Anticholinergika, Psychopharmaka und Beta-Blocker rufen nicht selten unerwünschte Nebenwirkungen hervor.

Die Leitungswasser - Iontophorese muß zunächst täglich durchgeführt werden. Tritt eine Besserung ein, genügen größere Zeitintervalle. Die Therapieform muß jedoch ein Leben lang vollzogen werden. Auch die Botox Therapie stellt kein dauerhaftes Verfahren dar. Meist kommt es nach Monaten, bis zu einem Jahr zur erneuten Schweißsekretion. Hie Hemmung des Transmitters Acetylcholin ist reversibel und die Schweißabsonderung nur temporär gehindert.

Das einzige dauerhafte Verfahren war bisher die Sympathektomie, welche jedoch in Vollnarkose durchgeführt werden muß und einen nicht ganz unriskanten Eingriff zur Durchtrennung der betreffenden Ganglien darstellt. Ich möchte Sie nun mit einer neuen ambulanten Methode, der AXILLÄREN SUCTIONSCÜRRETTAGE, bekannt machen. Die Bisher durchgeführte Suction der Schweißdrüsen hatte eine sehr hohe Rezidivrate von über 50 Prozent.

Durch das Verfeinern und Weiterentwickeln der Technik und das Einführen neuer Spezialkanülen konnte die Rezidivrate auf 10 Prozent gesenkt werden. Die jetzt möglichen Komplikationen sind minimal und zeigen sich beispielsweise als kleine Hämatome, postoperative Schürfungen oder Verhärtungen im Achselbereich, die sich aber nach kurzer Zeit zurück bilden. Hierzu wird unter lokaler Betäubung eine Lösung (auf jeder Seite ca. 0,40) in die Achselhöhlen gespritzt.



Zwanzig Minuten nach Durchführung der Infiltration beginnt dann das eigentliche Verfahren, die Absaugung und Ausschabung der Schweißdrüsen sowie eines Teils der subcutanten Fettgewebes. Selbstverständlich nicht alle Schweißdrüsen des markierten Bereiches entfernt. Der Durchmesser der Absaugkanülen beträgt nur 4mm, so das nur zwei kleine, 0,5cm lange, Narben in der Axilla verbleiben.

Im Anschluß wird für zwei Tage ein Druckverband angelegt. Nach Abnahme des Druckverbandes noch für weitere 10 Tage ein spezielles Mieder getragen werden, welches jedoch kaum eine Bewegunseinschränkung bedeutet. Die Postoperative Schwellung bildet sich nach wenigen Tagen zurück. Ein Antibiotikum muß als Infektionsprophylaxe drei Tage eingenommen werden. Zwei Tage nach der OP kann der Patient einer leichten bis mittelschweren beruflichen Tätigkeit wieder nachgekommen.

Auf Sport sollte 14 Tage verzichtet werden. Da die Absaugung oberflächlich geschieht, besteht keine Gefahr für tiefere axilläre Strukturen, Bei normaler Hyperhidrose sind in 5-10 % der Fälle nicht genügend Schweißdrüssen entfernt worden, so das eine zweite Absaugjung notwendig wird, um den Patienten endgültig zufrieden zu stellen. ( bei extremer Hyperhidrose in 30%) Für ein Zweiteingriff berechen wir dem Patienten nur die Materialkosen.

Die Kosten für die axilläre Suctionscürrettage belaufen sich inklusive Mieder auf 1000 Euro und werden nicht von der ges. Kassen übernommen.

Dr. Sabine Dücker
Fachärztin für Chirurgie

Schneidemühlerstr. 13
40599 Düsseldorf
Telefon: 0211/745656


Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


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